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Information zu Bambusrohren |
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Bambusrohr Info |
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Allgemeines zu Bambus
Pflanzen
Der Bambus stammt ursprünglich
aus China und Japan, in diesen
beiden Ländern findet man auch
die meisten Bambusarten vor.
Der Bambus kommt auch in
anderen Ländern in Asien,
Afrika und Südamerika vor,
generell wächst er zwischen
dem 46 Breitengraden nördlich
und 32 südlich. Botanisch
definiert gehört der Bambus zu
der Familie der Gräser genau
so wie Mais oder
Wiesenpflanzen. Die Struktur
und der Zellaufbau des Bambus
sind dem eines Holzgewebes
sehr ähnlich. Der Bambus ist
eine Mischung aus Gras,
Laubbaum und Palme. Der
Stängel der Bambuspflanze wird
auch Halm genannt, da er
genauso rohrförmig aufgebaut
ist wie ein Löwenzahn. Der
Bambusbaum vergrößert jährlich
seine Blattkrone und wirft
diese ebenso wie ein Laubbaum
ab. Die Wachstumsstruktur des
Bambusstammes ähnelt dem einer
Palme. Eine Vielzahl an
Bambusarten wachsen bei
Temperaturen von 9°C bis 36°C.
Der Moso Bambus aus Japan kann
sogar kalte Temperaturen bis
-10°C standhalten. Die
Bambuspflanze stellt keinen
hohen Anspruch an den Boden
und die Qualität, bevorzugte
Standorte sind aber Lehm und
Sandhaltige Bodenstrukturen.
Bambus Arten als Baustoff
verwendbar:
Grundsätzlich unterscheidet
man 3 verschiedenen Bambus
Arten. Der Monopadiale Bambus
hat lange, dünne
Rhizomusausläufer, aus diesen
Wurzeln sprießen in
gleichmäßigen Abständen
Knospen. Beim Sympodiale
Bambus entwickeln sich aus den
Spitzen der dicken
Wurzelstöcke Halme. Der
Kletterbambus wachst
ineinander verschlungen zu
einem Dickicht zusammen.
Bambus Baumaterial Typen:
- Guadua angustifolia
Der Bambus Guadua
angustifolia stammt aus
Kolumbien. Das Bambusrohr
zeichnet sich besonders für
die hohe Haltbarkeit und
Belastungsfähigkeit aus und
ist daher sehr beliebt als
Baustoff bei Architekten.
- Phyllostachys
pubescens
Die Heimat des
Moso Bambus ist China und
Taiwan. Der Moso Bambus ist
mit bis zu 100.000 grünen
Blättern bestückt und kann
eine Höhe von bis zu 20m
erreichen. Der Bambus wird als
König unter den Bambussorten
bezeichnet und ist als
Baumaterial multifunktional
einsetzbar.
- Arundinaria
amabilis
Die Tonkin
Bambusrohre stammen aus China
oder Vietnam, sie erreichen
dort eine Höhe von ca. 13m und
einen Durchmesser von ca. 6cm.
Die Tonkin Bambusrohre sind
berühmt und bekannt durch die
sehr gerade wachsenden Halme.
- Dendrocalamus
Giganteus
Die Bambusrohre
Petung besser bekannt unter
dem Namen Riesenbambus stammen
überwiegen aus Indonesien,
Thailand und Burma. Der Bambus
kann eine Höhe von bis zum 35m
und eine Halmdurchmesser von
35cm erreichen. Der Bambus
zählt zu den am schnellsten
wachsenden Sorten und kann am
Tag bis zu einem Meter
wachsen. Das Bambusrohr wird
sehr gerne für alle möglichen
Bambuskonstruktionen
verwendet.
- Phyllostachys pubescens
nigra
Dieser aus China
stammende Bambus ist besser
bekannt unter dem Namen
Schwarzrohrbambus oder ganz
einfach auch unter schwarzer
Bambus. Dieser Bambus ist
etwas ganz besonderes, er
verfärbt seine anfangs grüne
Halme auf natürliche Art und
Weise in braun/ schwarz. Die
schwarzen Bambusrohre werden
sehr gerne für Möbel und
Innendekorationen verwendet.
- Phyllostachys
pubescens
Der Tigerbambus
auch oft bezeichnet als
Pantherbambus wächst
überwiegend in China und
Japan. Diese Bambusstange
besticht durch seine
natürliche braun schwarz
gefleckte Musterung. Die
Bambuspflanze selbst gehört zu
den kleinen aber mit sehr
dichtem Blattwerk
ausgestatteten Sorten.
- Gigantochloa
atroviolacea
Der aus
Indonesien stammende Wulung
Bambus auch Tropischer Bambus
genannt erreicht in seiner
Heimat eine Höhe von bis zu
12m und einen Bambusrohr
Durchmesser von ca. 8cm. Das
besondere an dem Bambusrohr
ist, dass die Halme anfangs
grün und im 2 Jahr dann braun
bis fast schwarz natürlich
ausfärben. Diese Bambusstangen
werden sehr gerne in der Möbel
Industrie verarbeitet.
Bambuspflanze
Materialeigenschaft:
Der Bambus hat eine glatte,
lackähnliche
Oberflächenstruktur die
Feuerhemmend und sogar
wasserabweisend reagiert. Die
Bambusrinde hat einen hohen
Kieselsäuregehalt und durch
die harte Silikatschicht der
Oberfläche ist der Bambus
gegen mechanische und
tierische Einflüsse sehr
widerstandsfähig. Durch diese
sehr guten
Materialeigenschaften ist eine
extra Schutzbehandlung nicht
zwingend notwendig.
Bambusstangen können sogar
einen Vergleich mit Stahl
aufnehmen. Bei einer Testreihe
an der Universität Eindhoven
wurde festgestellt, dass
Bambus bei Druck und
Zugbeanspruchungen in
mancherlei Sicht sogar Stahl
überlegen ist. Daher eignet
sich Bambus sehr gut als
Konstruktionsträger in
Erdbeben gefährdeten Gebieten.
Bei der Verarbeitung der
Bambusrohre ist sehr wichtig,
dass man darauf achtet, dass
die Rindenschicht nicht
ausfranst und abreist. Das
unter der Rinde liegende Holz
ist in seiner Härte und
Druckfestigkeit mit Eichenholz
zu vergleichen. In der
verkieselten äußersten
Rindeschicht des Bambusrohrs
laufen hochelastische Fasern
mit einer extrem hohen
Zugfestigkeit, daher zählt das
Bambusrohr zu den modernen
Faserverbundwerkstoffen
unserer Zeit. Bambusrohre und
Bambusmaterial sind bei
sachgerechtem Umgang und
Verarbeitung aufgrund der
technischen und mechanischen
Eigenschaften unseren
heimischen Bauhölzern
überlegen. Außerdem
hinterlässt die Verarbeitung
der Bambuspflanze keinerlei
Abfälle, auch die Blätter
können verarbeitet oder
verfüttert werden. Daher ist
der Bambus ein ökonomisch sehr
hochwertiger Baustoff.
Bambuspflanzen Wachstum:
Am Anfang wachsen die Halme
als kleine Knospen an den
Knoten des Wurzelstockes eher
langsam heran. Bis dicke kurze
kegelförmige Bambus Sprosse
aus der Erde heraus wachsen
und mit Blättern bestückt
sind, kann es einige Zeit
vielleicht sogar Jahre dauern.
Aber wenn die Geburt der
Bambuspflanze erstmal geglückt
ist, kann es rasend schnell
gehen, dann entwickelt sich
aus dem Spross innerhalb von
wenigen Tagen ein Halm, der
sich in einem Jahr dann zu
einer Pflanze entwickelt.
Etwa ab dem 3 Lebensjahr
verholzen die Halme des Bambus
das Bambusrohr kann als
Bauholz verwendet werden. Die
durchschnittliche
Bambuspflanze erreicht einen
Halm Durchmesser von ca. 5 bis
12cm bei einer Wandstärke von
10mm und einer ca. Höhe von 8
bis 15m. Natürlich gibt es
auch Bambus der bis zu 40m
hoch wächst und einen
Bambusrohr Durchmesser von bis
zu 30cm haben kann. Die
Bambuspflanze ist ein sehr
schnell wachsender Rohstoff,
der je nach Sorte und
Umwelteinflüssen bis zu 90cm
am Tag wachsen kann. Der
durchschnittliche Bambusbaum
schiebt sich immer noch mit
sage und schreibe 25cm pro Tag
gegen den Himmel. Keine andere
Pflanze mit solchen Material
Eigenschaften kann so ein
Wachstum Feuerwerk nachweisen.
Das Alter eines Bambus wird
nicht wie bei Holz an der
dicke bzw. den Lebensringen
des Stammes bestimmt, sondern
wird am Klang und dem Aussehen
der Oberfläche beurteilt.
Brennverhalten von Bambus:
Das Bambusrohr, wird je nach
Rohrdurchmesser und baulicher
Anordnung gem. DIN 4102 als
brennbarer aber schwer
entflammbarer Baustoff
eingestuft. Bambusrohre oder
Bambus Bauteile in
horizontaler Ausrichtung sind
weniger feueranfällig wie
Vertikal oder Schräg
positionierte. Das jeweilige
Internodium, Bambusrohr
Unterteilung, schließt
beidseitig mit einem
Diaphragma ab, somit verfügt
die Bambusstange über einen
Brandabschnitt, der sich
flammhemmend auf den Bambus
auswirkt.
Bambus Pflege, Bambus
Schutz und Bambusrohr
Veredelung
Bambus Lagerung:
Die Bambusstangen sollten
liegend und mit mehreren
auflagern übereinander,
geschützt vor Sonne, Regen und
Schnee gerade gelagert werden.
Die klassische Lufttrocknung
in den Erntegebieten des
Bambus dauert 6-12 Wochen.
Bei einer Trocknung mit einem
Ofen dauert der Vorgang nur
ca. 2-3 Wochen, aber nicht
jede Bambussorte verträgt
diese Art der Handhabung,
viele Bambusrohre bekommen
dadurch Risse oder spalten
sich auf.
Bambus Schutz - Borsalz:
Das Bambusmaterial sollte
genauso wie Holz vor
Wettereinflüssen geschützt
werden. Werden die
Bambusstangen als
Trägerelemente oder als
Sichtschutzwand in
Feuchtigkeitszugänglichen
Bereichen eingesetzt, so
sollte man die Bambusstangen
und Flächen mit
Holzschutzmitteln schützen.
Geschützter und gepflegter
Bambus kann über mehrere
Jahrzehnte lang genutzt und
eingesetzt werden. In den
Herkunftsländern wird der
Baustoff Bambusrohr häufig
bereits mit auf Borsalz
basierenden Lösungen
behandelt. Borsalz ist eine
Imprägnierung mit einer
Toxizität vergleichbar mit
Kochsalz. Dadurch wird die
Bambusstange gegen Pilz- und
Schädlingsbefall resistent
gemacht.
Schädlinge:
Das Bambusrohr sollte vor
starker Feuchtigkeit oder
einem direkten und ständigen
Erdkontakt geschützt werden.
Desto größer die
Feuchtigkeitsaufnahme des
Bambus, desto schnell wird der
Befall durch Pilze und
Bohrkäfer gefördert.
Bambusstangen räuchern:
Teilweise werden die
Bambusstangen am Ernteort über
stark rauchenden Feuerstellen
gelagert. Hierdurch wird ein
so genanntes vergällen der
Rindenschicht erreicht, was
die Bambusrohre dann für
Schädlinge uninteressant macht.
Bambusrohre erhitzen:
In einigen Asiatischen Ländern
werden die Bambusstangen in
großen Öfen für eine kurze
Zeit auf ca. 150°C erhitzt.
Durch die Erhitzung verändert
sich die äußerste Struktur der
Rinde des Bambusrohres etwas.
Die Bambusstangen sind durch
die Veränderungen gegen
Insekten und Pilzbefall
widerstandsfähiger.
Wasser – Salzwasser:
Sehr häufig werden die
Bambusstangen in ein
Wasserbecken aus Süß – oder
Salzwasser gelegt und mit
Gewichten abgetaucht. Am
besten eignen sich fließende
Gewässer, durch die
Wasserströmung werden die
Nährstoffe wie Zucker und
Stärke ausgelaugt. Dadurch
verliert der Bambus die in den
Zellen abgelagerten Nährstoffe
bzw. die Nahrung für die
Schädlinge. Somit wir des
Bambusrohr für Bohrkäfer
uninteressant.
Bambus Anstrich und
Tränken:
Bambusrohre können natürlich
auch mit diversen chemischen
Anstrichen und
Tauchflüssigkeiten vor
Schädlingen und Pilzen
geschützt werden.
Grundsätzlich können
Bambustangen und
Bambusbaustoffe genauso
behandelt werden wie heimische
Hölzer. Ein klassischer
Holzschutz sorgt dafür, dass
die Bambusrohre Jahrzehnte
überdauern. Natürlich können
die Bambusrohre auch ganz
einfach mit Farbe bemalt
werden. Die Oberfläche einfach
leicht mit Schleifpapier
aufrauen und anschließend mit
der gewünschten Holzfarbe
bestreichen.
Bambusrohr Form:
Das Bambusrohr hat einen
kreisrunden Querschnitt und in
der axial Achse eine leicht
konische Form. Die
Bambusstangen verjüngen sich
von der einen Seite zur
anderen Seite, je nach Sorte
und Länge, unterschiedlich
stark. Kürzere Bambusrohre
weisen meist einen stärkeren
konischen Verlauf auf als
längere Bambusstangen.
Bambus Farbe:
Das Bambusrohr hat anfangs
eine grüne Farbe, je nach
Lagerung und Behandlung wird
die Bambusstange dann
einfarbig gelblich, teils auch
braun bis schwarz. Durch
Pilzflecken wird das
Bambusrohr unregelmäßig
punktiert und gefleckt bemustert.
Polieren von
Bambusstangen:
Die Außenrinde der
Bambusstange wird mit heißem
pflanzlichem Wachs eingerieben
und anschließend mit einem
Seidentuch glänzend poliert.
Durch leichtes anräuchern von
Bambusrohren bekommt die
Oberfläche auch einen Glanz.
Bambusrohre schwarz, grün
und braun:
Der größere Teil der
Bambusrohre hat eine natürlich
gelbliche Farbe. Durch das
beizen der Bambusstangen mit
Salpetersäure bekommt der Halm
eine braune Außen Färbung.
Beim Einsatz von Eisenvitriol
färbt sich der Bambus schwarz
und bei Kupfervitriol wird die
Stange grün. Die braun
fleckige in der Fachsprache
auch Spörry genannt erhält das
Bambusrohr durch anflammen
über einem offenen Feuer.
Materialbearbeitung und
Verbindung von Bambus mit
Werkzeug
Bambusrohre kaufen und mit
Werkzeug bearbeiten:
Zur Bearbeitung von Bambus und
Bambusrohren benötigt man
einfaches ja fast antike
Maschinen und Werkzeuge.
Asiatische Profis setzen
bevorzugt scharfe Messer
Macheten, Beile und Handbohrer
ein.
Zum zusägen der Bambusstangen
empfiehlt es sich Metallsägen
oder Handsägen wie den
Fuchsschwanz zu verwenden. Da
Bambus zu den Harthölzern
gehört, sollte man ausreichend
viele Ersatzblätter
bereithalten, da der
verschleiß bzw. die Abnutzung
der Sägeblätter sehr hoch sein
kann. Die Schnittkante des
Bambusrohres wird mit feinen
Schleifpapier oder Feilen
abgeschliffen um Ausfransungen
zu vermeiden. Mit einem
Stemmeisen und Hammer lassen
sich einfach Kerben und
Öffnungen in das Bambusrohr
schnitzen. Löcher bohrt man am
besten mit Metall- oder
Steinbohrer mit Zentrierspitze
in die Bambusstange. Das
Bambusrohr muss immer von
Außen nach Innen aufgebohrt
werden, dass so genannte
Brennbohren hat sich hier als
äußerst effizient
herausgestellt. Die Bohrspitze
wird mit Hilfe eines
Gasbrenners erhitzt, die
glühende Stahlspitze wird
durch die Bambusrohrwand
gedrückt und härtet so die
Schnittkante sogar noch gegen
Risse und Ausfransungen ab.
Bambusrohrverbindung:
In den Herkunftsländern des
Bambus werden die Bambusrohre
fast ausschließlich nur mit
Bambusrinde und speziellen
Bindetechniken miteinander
verbunden. Für jede
Bambusverbindung, ganz egal ob
als T oder Winkel, gibt es die
richtige Bohrungsfreie
Verbindung. Bambusrohre
sollten immer an den
Knotenpunkten miteinander
verbunden werden. Das
erlernen der traditionellen
Bindetechnik ist für uns
sicherlich nicht ganz so
einfach, daher wird in der
westlichen Welt auf Schnüre,
Seile, Schrauben und Nägel
zurückgegriffen. Sehr gut
eignet sich auch verzinkter
Eisendraht, durch seinen
Korrosionsschutz und der
Festigkeit, steht er dem
organischen Material in nichts
nach. Für Handwerklich
begabte gibt es auch die
Möglichkeit, Rohrverbindungen
als Steckelemente mit Zapfen
und Splint zu kreieren.
-Struktur und Aufbau einer
Bambusstange
Bambushalm Bestandteile:
Die Bambusstange wächst aus
einem Wurzelgeflecht, dem
Rhizom, heraus. Aus so einem
Rhizom wächst aber nicht nur
ein Halm, nein es können
mehrere Stangen ja sogar ganze
Wälder daraus erwachsen. Der
Bambushalm selbst ist durch
Nodien, Knotenpunkte, in
einzelne Felder aufgeteilt.
Die Nodien geben dem
Bambusrohr die Stabilität und
erhöhen die Knickstabilität.
Der Bereich zwischen den
Knotenpunkten wird in der
Fachsprache als Internodium
bezeichnet. Eine so genannte
Nodie entsteht immer dort, wo
mal Blätter und Verzweigungen
heraus gewachsen sind. Die
Kontenpunkte sind Innen mit
einer dünnen Scheidenwand
verbunden dem Diaphragma. Das
Diaphragma wächst mit dem
Bambus mit, bei kleinen
Pflanzen ist die Fläche sehr
fein bei breiteren Rohren dann
dicker, aber es schließt immer
eine definierte Internodium
Länge ab. Jede Bambus Sorte
hat eine unterschiedlich
Langes Internodium bei den
meisten Sorten liegt der
Durchschnitt bei ca. 35cm. Es
gibt aber auch Bambushalme bei
denen der Internodium Bereich
40 bis 150cm ja sogar bis
500cm lang sein kann. In Der
Bambushalm hat außen eine
Rindenschicht, womit sich die
Pflanze vor Schädlingen und
Umwelteinflüssen schützt.
Bauen und Wohnen mit
Bambus
Bambuskonstruktionen:
In Südostasien werden in den
ländlichen Regionen wie in
Thailand, Indonesien und Burma
noch immer mehr wie 35% der
Häuser aus Bambus gebaut.
Bambus ist in diesen Ländern
ein günstiger Baustoff der in
verschiedenen Variationen wie
Bambusrohre, Bambuslatten,
Bambusstäbe, Flechtwerk und
Bambusbretter verfügbar ist.
Die Bauteile sind leicht und
trotzdem stabil und lassen
sich einfach verarbeiten sowie
wiederverwerten nach einem
Austausch oder Abbruch des
Hauses. Das Bambushaus hat
nicht nur eine stabile
Grundstruktur aus
Bambusrohren, nein auch das
gesamte Dach, sowie die
Eindeckung, Fußböden, Türen
und Fenster als auch die Wände
bestehen aus
Bambusbaumaterialien in
verschiedensten
Verarbeitungen.
Nicht nur der Bau von
Bambushäusern ist Möglich,
nein auch der Bau von
Lagerhallen und größeren
Gebäuden ist mit Bambusrohren
machbar. Mit spezieller
Fachwerkbauweise und
Bambusrohr Verbindungen lassen
sich Hallen mit Satteldächern
konstruieren und bauen.
Aus Bambusrohren und Bambus
Flechtmatten werden auch
stabile Sonnenschirme oder
kleine Straßenhütten mit
Sitzflächen, die als Sonnen-
und Regenschutz, dienen
gebaut.
Bambusrohre werden auch als
Wasserleitungen oder für
Brunnen egal ob geschlossen
oder mit durchstochenen
Diaphragma oder als Halbschale
verbaut.
Aus den Bambushalmen werden in
Asien auch Treppen und lange
sehr tragfähige
Sprossenleitern gefertigt.
Die sicherlich sehr
beeindruckenden Bambusrohr
Arbeitsgerüste zeigen das
unglaublich vielseitige
Potenzial von Bambus auf. In
vielen Ländern Asiens werden
dem Stahlgerüst nach wie vor
Bambusstangen zum einrüsten
von Gebäuden oder Brücken
bevorzugt. Spektakulär wird
Bambusstange für Bambusstange
mit Seilverbindung montiert
und an der Hauswand
hochgezogen und das selbst bei
Hochhäusern.
Auch Brücken und
Stegkonstruktionen aus
Bambusrohren sind in Asien
weit verbreitet. Die
Bambuskonstruktionen bestechen
nicht nur durch die
Funktionalität sondern oft
auch durch den schönen Anblick
des Gesamtbauwerks.
Bambus Möbel und
Sichtschutz aus Bambus:
Bereits seit mehr als
1000Jahre werden aus dem
Baumaterial Bambus Möbel,
Gebäude und sogar Brücken
gebaut. Selbst heute werden in
China und anderen Teilen
Asiens zum Gerüstbau
Bambusstangen verwendet, die
Konstruktionen wirken
Spektakulär und wie aus einer
anderen Zeit. Für Menschen mit
schwachen Nerven ist das
sicherlich nichts, auch nicht
für Sicherheitsfachleute. Die
Gerüstbau Spezialisten aus
Asien bewegen sich ungesichert
über die Ebenen und verbinden
die einzelnen Bambusrohre nur
mit feinen Streifen aus grünem
Bambus. Viele Ingenieure und
Architekten greifen auch immer
mehr bei uns in Europa auf den
schnell nachwachsenden
Rohstoff Bambus zurück. Bambus
hat ja nicht nur sehr gute
technische Eigenschaften, nein
er sieht auch noch sehr gut
aus.
In der Möbelverarbeitung wird
sehr gerne der getrocknete
helle Bambus verwendet.
Klassische Bambusmöbel sind
Unikate und werden meist in
Handarbeit hergestellt,
günstiger und auch leichter
sind die sog. Rattanmöbel.
Der Bambus ist in
verschiedenen Durchmessern von
ca. 1 bis 12cm erhältlich.
Bambus ist ein Naturprodukt
und kann daher nicht perfekt
sein, Rissbildungen oder
farbliche unterschiede gehören
bis zu einem gewissen Maß zum
Bambusrohr dazu. Seit erst
ca. 20 Jahren ist es möglich
den Bambus in Streifen zu
trennen. Diese Bambus Latten
werden dann in Schichten
aneinander und übereinander
geklebt und unter hohen Druck
zusammen gepresst. Als
fertiges Produkt kommt
anschließend eine Bambusplatte
heraus die wie Holz zu
Parkettböden oder
Küchenplatten verarbeitet
werden kann. Aus dem Bambus
werden natürlich auch diverse
Dekorationsobjekte wie
Übertöpfe oder Küchenzubehör
Unterlagen gefertigt. Bambus
ist so vielseitig zu verwenden
und kommt neben dem großen
Bereich Baustoff Material
sogar im Instrumentenbau, in
der Medizin und in der Küche
zum Einsatz. Die Klassik
Anwendung ist sicherlich der
Schichtschutz aus Bambus, hier
gibt es viele zweckgebundene
und vor allem sehr schöne
Schichtschutzwände für den
Garten oder die Terrasse.
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