Bambus: Eine Pflanze mit vielen Gesichtern

BAMBUS: EINE PFLANZE MIT GESICHTERN

Bambus: Eine Pflanze mit vielen Gesichtern

Die Pflanze Bambus ist in vielen Gärten und öffentlichen Park- und Grünanlagen unersetzbar geworden. Eine Bambuspflanze schafft eine tolle Atmosphäre und lässt sich sehr schön in den Garten integrieren. Aber auch weitere Gestaltungselemente wie Bambuszäune oder Bambus Sichtschutzwände haben die Gärten erobert. Und das nicht ohne Grund, denn Bambus hat viele einzigartige Eigenschaften, die das Gewächs für eine stilvolle Gestaltung unverzichtbar macht.  

Da sind zum einen die vielseitigen Farbtöne – wie ein sattes, kräftiges Grün oder sehr helle, fast gelbliche Töne. Auch dunkle schwarz-braun Töne finden sich im Bambus wieder. Bei der Farbwahl hat der Bambus sehr viel zu bieten. Zum anderen holt man sich mit Bambus ein fernöstliches Flair in den Garten. Ob Bambus in Form eines Sichtzauns verarbeitet wird und eine Gartenecke umrandet oder ob viele Bambuspflanzen den Garten zieren – mit Bambus holt man sich ein außergewöhnliches Ambiente in die grüne Oase, das durch die vielen Farbtöne zum Entspannen einlädt. Darüber hinaus runden asiatische Accessoires wie Thai Deko, Wandleuchten, Deckenleuchten oder auch Möbel aus Bambus das asiatische Flair perfekt ab und schaffen einen Ort der Ruhe.

Bambus-Einsatz

Wenn Sie ein begeisterter Anhänger der Bambuspflanze sind, mehr über die Entwicklung und Ausbreitung der Pflanze lesen wollen und zudem viele nützliche Tipps rund um die Gestaltung mit der Bambuspflanze sowie mit Bambusprodukten erhalten möchten, dann finden Sie auf dieser Seite wertvolle Tipps. Wir geben Ihnen viele nützliche Informationen, was Sie beim Kultivieren einer Bambuspflanze bedenken müssen, wie Sie Ihren Garten mit Sichtschutzzäunen oder Sichtschutzwänden aus Bambus blickdicht machen und welche Aspekte Sie im Winter beachten sollten.

Bambus: Eine vielseitige Pflanze im Überblick

Bambus ist eine Pflanze, die bis vor zwei Jahrhunderten in Europa unbekannt war. Erst um 1840/50 kamen im Zuge des Imports von Seide aus China und Japan die ersten Bambusgräser zusammen mit französischen Handelsleuten nach Frankreich.

Auch heute kommt die überwiegende Mehrheit der Bambusarten, die wir in Europa kultivieren, aus Japan oder aus China. Nichtsdestotrotz wächst Bambus ursprünglich nicht nur in China und Japan, sondern auch in Afrika, Südamerika und Australien. Auf der Karte können Sie die ursprüngliche weltweite Verbreitung der Bambusarten nachvollziehen. Zu erkennen ist, dass der größte Teil an verschiedenen Bambusarten in China wächst, wohingegen ursprünglich in Europa keine Bambuspflanze beheimatet war. Das hat sich jetzt natürlich geändert.

Es wird angenommen, dass es um die 1500 verschiedenen Bambusarten gibt, davon sind etwa 500 der uns bekannten (also gut 1/3) in China beheimatet. Auch wachsen viele Bambusarten in Südamerika und Japan,  weniger in Afrika. Schlusslicht mit nur drei verschiedenen Bambusarten bildet Australien. Hierfür ist vor allem das Klima verantwortlich, denn Bambus meidet für gewöhnlich extreme klimatische Bedingungen wie sie zum Beispiel in bestimmten Regionen Australiens aufzufinden sind. Allerdings ist die Kombination aus Sonne und Schatten, Wärme und Kälte, Niederschlag und Luftfeuchtigkeit entscheidend. Denn der Bambus kann sich auf viele Umweltbedingungen einlassen. Das ist schließlich auch ein Grund, warum er so weit verbreitet ist.

Somit sind die Lebensräume, in denen Bambus kultiviert werden kann, sehr vielfältig. Seine Ansprüche an die Umgebung variieren sehr stark, sodass es keine zentralen und allgemeingültigen Grundregeln gibt, die auf alle Bambusarten übertragen werden können. Einzig auf alle Bambusarten ist übertragbar, dass sie keine extremen, einseitigen Wettervorkommnisse mögen wie: nur Sonne oder nur Regen oder nur trockene Luft. Es ist ein Zusammenspiel vieler einzelner Wetterfaktoren, auf die im weiteren Dokument noch eingegangen wird.

Bambus-Weltkarte

Fakten rund um den Bambus

Mit Ausnahme der Erdteile Europa und Antarktis sind Bambusarten auf allen Kontinenten auf natürliche Art und Weise beheimatet. Bambus gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae, früher Gramineae genannt). Die Süßgräser unterteilen sich in zwölf Unterfamilien, denen wiederum ca. 116 Gattungen zugeschrieben werden. Man schätzt, dass es weltweit etwa 1.000 verschiedene Bambusarten gibt.

Ein erfahrener Gärtner erkennt schnell die Vorteile von Bambus. Will man Bambus selber kultivieren, muss man lediglich die  Standortbedingungen und die Ansprüche der Bambuspflanze an seine Umgebung in die Überlegungen mit einbeziehen. Wenn diese beiden Faktoren berücksichtigt werden, findet man immer eine Bambusart, die eingepflanzt werden kann und man wird merken, dass die Pflege von Bambus gar nicht so aufwendig ist, wie oftmals fälschlicherweise angenommen. Vorausgesetzt, man informiert sich vor dem Kauf ausgiebig über die beiden Aspekte – denn einfach nur kaufen, einpflanzen und gießen funktioniert beim Bambus nicht. Hier und da müssen dem Gärtner Eigenschaften des Bambus bekannt sein und diese auch beachtet werden, damit der Bambus lange Freude garantiert. 

Beim Kauf von Bambus müssen …

- die klimatischen Bedingungen des Standortes und

- die Kulturansprüche der Bambuspflanze

berücksichtigt werden.

Bambus-Zitat-1

Bambus: zwischen Nutzen und Dekoration

Bambus ist heutzutage in Deutschland eine reine Dekorationspflanze. Sie wird häufig eingesetzt, um ein fernöstliches, beruhigendes Flair zu erzeugen. Doch früher hatte Bambus einen ausgesprochen hohen Nutzwert. Aus Bambus wurden viele verschiedene Dinge hergestellt und gebaut, so z.B. Baumhäuser oder Behausungen. Zudem wurde aus Bambus eine Vielzahl an Alltagsgegenständen gebastelt wie zum Beispiel Werkzeuge zum Fischen und zum Jagen. Und natürlich spielte die Pflanze als Nahrungsmittel eine wichtige Rolle. Das hat sich auch bis heute nicht verändert. Daher ist es nahezu unmöglich, alle Verwendungszwecke vollständig aufzuzählen. Zu den Eigenschaften von Bambus gehört, dass er elastisch, hartnäckig und ausdauernd ist. Er ist wetterbeständig, ein natürlich vorkommender Rohstoff und vielseitig einsetzbar. Das und vieles mehr macht ihn auch heute noch sehr nützlich.

Ein Stück Asien im heimischen Garten

Bambus-Raumteiler

Ein Stück Asien in den eigenen Garten holen ist gar nicht so schwer. Hier und da kleine Accessoires wie ein Deko Buddha, Wasserinstallationen am Teich, leichtes Licht von einer Deckenlampe oder einer Wandleuchte im Thai-Stil und natürlich viel Bambus sorgen für ein unverwechselbares asiatisches Flair. Bambusmöbel können darüber hinaus Ihrer fernöstlichen Gartenecke einen außergewöhnlichen Touch verleihen. Erst mit dem Bambus wird das Gestaltungskonzept perfekt abgerundet, denn wie keine andere Pflanze bringt er die unverwechselbare, asiatische Note in die  Gartengestaltung. Dabei muss es nicht immer eine Bambuspflanze sein, sondern auch ein Bambus Sichtschutzzaun, ein Bambus Rankgitter oder ein Zaun aus Bambusrohr geben dem Garten eine asiatische Note.

Mit echten Bambuspflanzen kann das Ganze dann noch perfekt ergänzt werden. Die Farben der Pflanze, das Rascheln der Blätter im Wind und unverwechselbaren Grüntöne machen den Bambus so beliebt. Jeder verbindet etwas anderes mit dieser Pflanze, die so vielfältig und zugleich außergewöhnlich ist. Aber es müssen nicht immer echte Bambuspflanzen sein. Auch mit  Kunstbambuspflanzen erzeugen Sie eine tolle Stimmung. Ob ein Kunstbambusbaum, ein Bambusblatt-Hänger oder ein Bambusbaum mit Topf und Multistamm – der heutige Kunstbambus ist qualitativ sehr hochwertig und sieht toll aus.  

Mit einer Bambusmatte oder einer Bambus Sichtschutzwand können Sie Ihre Gartenecke ganz im fernöstlichen Stil halten. Die Eigenschaften des Bambus machen es möglich, dass sich qualitativ hochwertige Bambus Raumteiler, Bambusmatten und vieles mehr aus dem Naturmaterial herstellen lassen, die langlebig und äußerst wetterbeständig sind.

Bambus-Moebel

Wer hätte das gedacht

Bambus kann mit seinen Eigenschaften nicht nur sehr groß werden, er ist auch strapazierfähig, fest und sehr belastbar. Was man nicht vermuten würde ist, dass er in der Pflanzenwelt zu den „Gräsern“ gehört, noch präziser gesagt zur Familie der Süßgräser. Mehr als 1.000 verschiedene Bambusarten und –sorten sind weltweit bekannt.

Das Rhizom

Auch wenn viele Bambusgräser die Höhe eines Baumes erreichen (es gibt Halme, die werden bis zu 40 Meter hoch) ist Bambus ein Gras und kein Baum. Bambus hat keinen Stamm, sondern Halme.

Bei einem Bambus beginnt alles unter der Erde mit einem Rhizom.
Ein Rhizom ist das wichtigste Organ des Bambus und entsteht durch die Knospe eines anderen Rhizoms. Es bildet den Grundstein für die Entwicklung einer Bambuspflanze und ist für die schnelle Ausbreitung verantwortlich. Rhizome können auch an der Erdoberfläche zu sehen sein, größtenteils spielt sich aber alles unterirdisch ab. Beim Rhizom werden zwei grundlegende Wuchstypen unterschieden, die die Ausbreitung des Bambus bestimmen: ein leptomorphes Rhizom der Ausläufer treibenden Bambusse und ein pachymorphes Rhizom der Horst bildenden Bambusse.

Leptomorphes Rhizom:

„Leptomorph“ ist griechisch und bedeutet so viel wie dünn und lang. Das leptomorphe Rhizom hat die Wuchseigenschaft, horizontal zu wachsen und zwar in den oberen 30 Zentimetern des Bodens. Bevor aus dem Rhizom ein Halm wird, kann es je nach Bambusart mehrere Meter lang werden.Diese Wuchsform ist häufig in kälteren Klimazonen anzutreffen und deswegen in Europa weit verbreitet. Die Internodien sind fast symmetrisch, lang und schlank. Der Halm entsteht hier aus einem seitlichen Auge.

Pachymorphes Rhizom

Diese Rhizomkörper sind nicht dünn und lang, sondern kurz und dick. Ebenso sind die Internodien kurz und die Hohlräume sind nicht so ausgeprägt wie beim leptomorphen Rhizom. Der Halm entwächst aus der Spitze (dem Ende) des Rhizoms.

Spross

Im frühen Wuchsstadium, wenn die ersten Anzeichen eines Bambus auf der Erdoberfläche zu erkennen sind, ist dies der Bambusspross. Die Sprosse eines Bambus sind gestaucht und lassen erahnen, was sich daraus einmal entwickeln kann. Ein Spross hat viele Vitamine und ist sehr nahrhaft, deswegen sind Bambussprosse in vielen Kulturen ein fester Bestandteil der Ernährung.  Allerdings können nicht alle Bambussprosse gegessen werden, da einige einen sehr hohen Blausäure-Gehalt aufweisen. Wenn der Spross aus der Erde kommt, trägt er noch eine Ummantelung aus Hüllblättern. Je nach Bambusart variiert die Farbe der Ummantelung, meistens ist sie cremig-hell.

Der Halm

Der Halm entspringt aus dem jungen Spross, der wiederum aus dem Rhizom entspringt. Wenn der Spross wächst und an Länge zunimmt, wird aus ihm ein Halm. Im Inneren wird der Hohlraum durch Knoten in regelmäßigen Abständen gestärkt. Die Dicke des Halmes ist bereits jetzt zu erkennen. Damit weist der Bambus eine Eigenschaft auf, die auch typisch für andere Süßgräser ist: es gibt kein Dickenwachstum der Sprossen.

Nach sechs bis acht Jahren hat ein Halm seine endgültige Wuchshöhe erreicht. Wenn ein Halm abstirbt, wachsen neue Halme nach. Die Halme wachsen unterschiedlich lang nach. Jedes Jahr, wenn neue Halme nachwachsen, übertreffen sie in der Länge und auch in der Dicke die aus dem vorherigen Jahr.

Wenn der Bambus seine endgültige Länge erreicht hat, können noch die Rhizome (Ausläufer) oder die Blätter für mehr Fülle und eine größere Fläche sorgen. Halme sind nicht immer nur grün, sondern können auch kräftige, leuchtende Farben wie rot oder gelb annehmen.  

Grün, Grün, Grün – und doch immer anders

Sie mögen Bambuspflanzen und denken darüber nach, Ihren Garten mit Bambus zu verschönern? Dann müssen vor dem Kauf einige Dinge beachtet werden, damit der Bambus seinen Zweck erfüllt und Ihren Garten schmückt. Die große Auswahl an echtem Bambus bringt mit sich, dass jede Bambusart auch sehr verschieden in der Länge, Pflege und ihrem Aussehen ist. Deswegen muss vor dem Kauf überlegt werden, wo der Bambus im Garten seinen Platz finden soll, ob dort Schatten oder Sonne ist und wie der Bambus über die Jahre hinweg wachsen soll.

Bambus kultivieren – aber wie?

Wie Sie Ihren Bambus zum Blühen bekommen, hängt von zwei entscheidenden Faktoren ab. Einmal müssen Sie die Standortbedingungen kennen und zum anderen die Ansprüche der Pflanze. Wenn Sie sich darüber vorher eingehend informiert haben, steht der Kultivierung der Bambusart nichts mehr im Weg, denn die Auswahl ist enorm groß und bietet für jeden Standort die passende Bambuspflanze.  Doch was sind die optimalen Bedingungen für den Bambus und warum wuchs er ursprünglich nicht in Europa? Für das Wohlergehen des Bambus sind fünf Faktoren ausschlaggebend: Luftfeuchtigkeit, Niederschläge, Wärme, Kälte, Sonne/Schatten.

Bambus wird in zwei große Gruppen unterteilt. Einmal Bambus, der Horste bildet. Darunter wird verstanden, dass er in Form eines übergroßen Grasbüschels wächst. Und einmal Bambus, der Ausläufer bildet. Diese Gruppe bedeckt eine größere Bodenfläche und ähnelt in seiner Ausbreitung dem Wiesengras. Dabei geben die Rhizome die Wuchsrichtung vor und diese unterscheiden sich bekanntlich in leptomorphe Rhizome und pachymorphes Rhizom.

Bambus-Grafik

Natürlich hat die Entscheidung, ob Sie eine Horst bildende Bambusart oder eine Ausläufer treibende Bambusart wählen, weitreichende Konsequenzen für die Gestaltung Ihrer grünen Oase. Somit sollte diese Entscheidung vor dem Kauf sehr gut bedacht werden. Doch ein Bambus kann nicht nur in die Breite gehen, sondern auch natürlich in die Höhe. Und auch dies sollten Sie bei der Wahl beachten. Wie hoch kann das Bambusgras in Ihrem Garten überhaupt wachsen ohne Ihnen z.B. die Sonne und das Licht zu nehmen oder umgekehrt, wie hoch sollte der Bambus auf jeden Fall wachsen, damit Sie ihn zum Beispiel als Sichtschutz aus Bambus verwenden können? Die Halme beim Bambus sind in den meisten Fällen weiter oben viel stärker belaubt als in den niedrigen Höhen. So erhalten Sie durch die Halmfärbungen ein schönes, grünes Farbenspiel, das Ihrem Garten eine einzigartige Note gibt.

Wenn Sie erstmal nur in den Genuss einer Bambuspflanze kommen wollen, dann eignen sich  Kunstbambuspflanzen dazu hervorragend. Mit Kunstbambus können Sie Ihre Gartenecke ebenso stilvoll gestalten wie mit echten Bambuspflanzen und müssen dazu nicht mal einen grünen Daumen haben.

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Bambus kann aber nicht nur in die Erde eingepflanzt werden, sondern wächst auch in einem großen Kübel sehr gut. Hierbei sollte natürlich beachtet werden, dass je nach Bambuspflanze ein entsprechender Kübel gewählt wird. Bambuspflanzen sind „Outdoor“-Pflanzen. Eine Bambuspflanze wird im Haus nicht gedeihen können, da das Raumklima der Pflanze nicht bekommt.

Ein Bambus ist daher für drinnen nicht geschaffen und wird mit aller Voraussicht schnell erkranken oder von Schädlingen befallen werden. Ein Bambus als Zimmerpflanze ist demnach nicht denkbar. Wenn Sie trotzdem nicht auf Bambus im Haus verzichten wollen, dann wählen Sie eine Kunstbambuspflanze. Die hegt keine Ansprüche an das Klima und an die Luftfeuchtigkeit und überzeugt dennoch durch ihr natürliches Aussehen.

Warm oder kalt, Schatten oder Licht, nass oder trocken?

Die Antwort lautet weder nur das eine, noch nur das andere. Bambus mag es gerne ausgeglichen…

Licht:

Damit Ihr Bambus gedeiht und Ihnen viel Freude bereitet, müssen Sie die wenigen Ansprüche, die ein Bambus an die Temperatur und an seine Umgebung hat, berücksichtigen.

Es gibt sowohl Bambus, der sehr viel Sonne braucht, anderer Bambus wiederum verträgt Sonne und Schatten und es gibt auch einige wenige Bambusarten, die komplett im Schatten wachsen. Somit gibt es keine Regel, die für alle Bambusarten gültig ist – denn die Ansprüche variieren sehr stark. Als Faustregel gilt: Je größer das Bambuslaub, umso mehr sollte er vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Wenn allerdings der Boden immerzu feucht ist, macht es dem Bambus nichts aus, in der Sonne zu stehen. Bei einem Boden, der eher zur Trockenheit tendiert, sollte die Sonneneinstrahlung jedoch nicht so stark sein.

Boden:

Damit sich Bambus wohlfühlt, muss der Boden gut durchlässig sein. Auf gestautes Wasser an den Wurzeln reagiert er sehr empfindlich. Wenn dies auf Ihren Boden zutrifft, kann Sand den Boden auflockern und dadurch wasserdurchlässiger gemacht werden. Neben diesem Extrem gibt es natürlich auch das andere, und zwar ein trockener Sandboden, der zwar wasserdurchlässig ist, aber auf der anderen Seite zu schnell austrocknet. Der Bambus steht zudem den pH-Bodenwerten sehr neutral gegenüber. Wenn der pH-Wert allerdings den Wert 7 übersteigt und in einen basischen Boden übergeht, bekommen die Wurzeln Probleme, die Vitamine aus dem Boden zu ziehen. Ein pH-Wert über 8 wird für den Bambus sehr kritisch.

Temperaturen:

Sonne und Wärme mögen viele Bambusarten, ebenso gibt es aber auch Bambusarten, die hohe Temperaturen nicht so gut vertragen. Eine generelle Regel gibt es auch hier nicht.  Trotz der Vielfalt an unterschiedlichen Ansprüchen kann keine generelle Garantie ausgesprochen werden, dass der Bambus den europäischen Winter überdauert. Denn dies hängt auch immer davon ab, wie lange die Winterzeit dauert und über welchen Zeitraum sich die Frostzeit erstreckt. Für gewöhnlich haben bestimmte Bambusarten mit Temperaturen unter 0°C keine Probleme. Viele Arten, mit Ausnahme der tropischen Arten, vertragen Temperaturen bis zu minus 25°C. Vielmehr ist es starker, andauernder Frost, der den Bambus gefährdet.  Auch nagt starker, kalter Wind zusätzlich an der Substanz des Bambus. So kann es dazu kommen, dass ein Bambus viel eher vertrocknet als erfriert. Wenn starker Schneefall herrscht, sollten Sie den Bambus durch kurzes Rütteln vom Schnee befreien. So befreien Sie die Blätter von der Last und sorgen dafür, dass sich der Bambus besser entwickeln kann.

Wind:

Hier und da ein bisschen Wind bereitet dem Bambus keine Probleme. Schwierig wird es allerdings, wenn der Wind anhält, denn das bringt die Gefahr mit sich, dass der Bambus austrocknet.

Aber auch windgeschützte Orte führen Probleme mit sich. Für den Bambus ist es wichtig, dass die Luft zirkuliert, da er ansonsten leicht von Schädlingen befallen werden kann.

Sollten Sie Ihren Bambus an einem windgeschützten Ort aufstellen und sich unsicher sein, ob die Luftzirkulation ausreichend ist, reicht ein regelmäßiger Blick auf den Bambus, um seinen Gesundheitszustand zu kontrollieren.

Als Windschutz können Sie auch unseren Bambus Windschutz wählen. So kombinieren Sie wunderbar Bambuspflanzen mit Bambus Windschutz und können Ihre Gartenecke in Bambus-Optik gestalten.

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Wie bereits beschrieben, muss ein Bambus nicht in den Boden eingepflanzt werden, sondern kann auch in einem Kübel gut gedeihen. Doch auch hierbei müssen einige Dinge beachtet werden. Ob in großen Kübeln oder in Balkontrögen, ein Bambus ist pflegeleicht unter der Voraussetzung, man kennt seine Bedürfnisse. Lassen Sie sich im Fachhandel ausführlich beraten, welche Größe geeignete Pflanzkübel haben sollten. Als Faustregel gilt, dass diese das dreifache Volumen des Wurzelballens haben sollten. Schließlich müssen sich die Wurzeln ausbreiten können, damit der Bambus wächst. Ein Plastikgefäß eignet sich für einen Bambus wohl am ehesten. Es sieht zwar nicht immer schön aus, kann aber mit einem Bambus-Übertopf dekoriert werden.

Ein Plastikgefäß bringt die Vorteile mit sich, dass es nicht platzen kann. Wenn der Rhizomdruck im Topf wächst, weil sich immer mehr bilden, können Tongefäße dem Druck oftmals nicht standhalten und platzen. Auch kann ein Plastikgefäß nicht kaputtgehen wenn zum Beispiel ein starker Windstoß den Bambus umkippt. Bedenken Sie jedoch, dass so ein Gefäß sehr schwer werden kann. Wenn Sie im Sommer auf Ihrem Balkon den Kübel verschieben wollen, nutzen Sie einen rollbaren Untersatz. So bleiben Sie flexibel und können das Gefäß nach Belieben mal in die eine, mal in die andere Ecke setzen. Wie bei fast jeder Pflanze ist ein zu viel an Gieß- oder Regenwasser schädlich. Schaffen Sie mit Löchern im Bodengefäß Abhilfe und vermeiden Sie dadurch, dass sich das Wasser staut und Schimmel im Kübel entsteht.

Den Bambus in den Winterschlaf schicken – aber wie?

Die Bambusarten, die in Deutschland angeboten werden, haben normalerweise keine Probleme mit dem kalten Winterwetter. Es ist ein Zusammenspiel aus vielen verschiedenen Aspekten, die dem Bambus nicht gut tun und eventuell dazu führen könnten, dass er den Winter nicht oder nur mit Schäden übersteht. Ausschlaggebend ist nicht, wie kalt es in einer bestimmten Nacht wird, sondern wie lange die Kälteperiode andauert und wie hoch die Luftfeuchtigkeit währenddessen ist. Wie bereits erwähnt, mag der Bambus keine extremen Zustände wie zu viel Nässe, Wärme oder Trockenheit sondern präferiert eher den Mittelweg. Bei einem tagelang andauernden Wind besteht daher beispielsweise die Gefahr, dass der Bambus austrocknet. Stellen Sie daher immer sicher, dass Ihr Bambus im Winter nicht austrocknet. Gießen Sie ihn deswegen regelmäßig. Das ist der wichtigste Schutz im Winter.

Zum Gießen des Bambus eignen sich besonders frostfreie Tage. Dies gilt vor allem für den Bambus im Kübel, da er nur Reserven speichern kann, wenn Sie ihn angemessen wässern.

Mit Falllaub können Sie den Bambus vor Bodenfrost schützen. Nutzen Sie eine Kübelunterlage, um den Bambus vor dem Gefrieren zu schützen. Eine Platte aus Styropor oder Vlies kann helfen, den Frost abzufangen und dadurch den Wurzelbereich vor dem Erfrieren schützen. Bei anhaltender Kälte ist eine solche Unterlage allerdings nicht genug.

Hierzu wird Bambus Schutz zum Beispiel in Form von Bambus Vlieshauben oder einen Winterschutz Übertopf für den Bambus empfohlen.

Wenn die trockenen, kalten Wintertage aber nicht vorbeigehen wollen, droht dem Bambus Frosttrocknis. Verhindern Sie das Austrocknen des Bambus, indem Sie die Halme leicht zusammenbinden, dies können Sie wunderbar mit Jute- und Naturbast. Durch das Zusammenbinden minimieren Sie die Verdunstungsfläche. Als weiterer Schritt wird das Abdecken der Pflanze mit einer Winterschutz Vlieshaube empfohlen.

Bambus-Winterschutz

Was, wenn mein Bambus Schäden nimmt…?

Wenn der Winter lange andauerte und die genannten Bedingungen wie zu viel kalter Wind und zu wenig Wasser anzutreffen waren, bedeutet das nicht, dass Ihr Bambus nicht wieder aus dem Winterschlaf erwachen kann. Wie jede Pflanze hat auch der Bambus eine natürliche Funktion, sich wieder zu regenerieren. Das geschieht im Frühjahr, indem der Bambus die toten Blätter abstößt und neue bildet. Halme, die vom Frost beschädigt wurden, haben einen Graustich. Schneiden Sie diese einfach ab. Auch wenn es radikal aussieht, es hilft dem Bambus. Sollten allerdings die Rhizome den Winter nicht überstanden haben, weil sie zum Beispiel erfroren sind, wird sich der so geschädigte Bambus nicht mehr vollständig erholen und sollte entsorgt werden.

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